Vektordatenbank
Eine Vektordatenbank ist eine Datenbank, die Embeddings speichert und in kurzer Zeit die Einträge findet, deren Vektoren einem Suchvektor am ähnlichsten sind, und damit die Bedeutungssuche hinter RAG-Anwendungen ermöglicht.
Stand:
Auch: Vector Database, Vektorindex
Eine klassische Datenbank beantwortet Fragen wie „alle Aufträge von Kunde X“. Eine Vektordatenbank beantwortet „welche Abschnitte aus unseren Dokumenten passen inhaltlich am besten zu dieser Frage“. Dazu vergleicht sie Zahlenreihen und nutzt spezielle Indizes, damit die Suche auch bei sehr vielen Einträgen schnell bleibt.
Es gibt eigenständige Produkte, aber auch Erweiterungen für vorhandene Datenbanken, etwa pgvector für PostgreSQL. Für den Mittelstand reicht oft die Erweiterung einer Datenbank, die ohnehin läuft. Das spart ein weiteres System, das gewartet und abgesichert werden muss.
Neben dem Vektor speichert man zu jedem Abschnitt Metadaten: aus welchem Dokument er stammt, welche Fassung gilt und wer ihn sehen darf. Diese Metadaten sind im Alltag mindestens so wichtig wie der Vektor. Sie sorgen dafür, dass eine Antwort ihre Quelle nennen kann, dass veraltete Fassungen nicht mehr auftauchen und dass ein Mitarbeiter aus dem Vertrieb keine Antworten aus Personalunterlagen bekommt.