KI-Radar-Woche 29/2026: Offene Modelle aus den USA und China rücken an die Spitze
Thinking Machines veröffentlicht Inkling unter Apache-Lizenz, Moonshot schaltet Kimi K3 frei, und Hugging Face meldet einen Angriff durch autonome Agenten. Was offene Gewichte für den eigenen Server heute wert sind.

Jede Woche filtern wir den KI-Lärm auf das, was für mittelständische Entscheider zählt. Hier die Ausgabe der Woche.
1. Inkling: ein US-Spitzenmodell mit Apache-Lizenz
Thinking Machines hat am 15. Juli Inkling veröffentlicht, 975 Milliarden Parameter, davon 41 Milliarden aktiv, eine Million Token Kontext, Apache-2.0-Lizenz. Es ist damit das stärkste offene Modell aus den USA und darf ohne Sonderbedingungen kommerziell genutzt werden.
Was es bedeutet: Offene Gewichte waren zuletzt vor allem eine chinesische Domäne. Mit Inkling gibt es wieder eine US-Option ohne Lizenzfußnoten, relevant für alle, die bei der Herkunft ihres Modells gefragt werden.
2. Kimi K3 per API, offene Gewichte folgen
Moonshot AI hat am 16. Juli Kimi K3 freigeschaltet: 2,8 Billionen Parameter, Bildverständnis, eine Million Token Kontext. Die Gewichte sollen Ende des Monats folgen, mit einer eigenen Lizenz, die ab 100 Millionen Nutzern oder 20 Millionen Dollar Umsatz einen Markenhinweis verlangt.
Was es bedeutet: Für den Mittelstand ist die Lizenzschwelle irrelevant, die Modellgröße auch: 2,8 Billionen Parameter betreibt niemand selbst. Interessant wird es, wenn kleinere Ableger kommen. Bis dahin ist Kimi K3 eine API-Option unter vielen.
3. Hugging Face meldet Angriff durch autonome Agenten
Am 16. Juli hat Hugging Face, die zentrale Plattform für offene Modelle, einen Angriff durch autonome KI-Agenten gemeldet. Woher die Agenten kamen, war zunächst unklar. Öffentliche Modelle und Datensätze seien nicht manipuliert worden.
Was es bedeutet: Wer Modelle von Hugging Face lädt, prüft Prüfsummen und Versionen. Das galt schon vorher, jetzt gibt es einen Grund, es auch zu tun.
Diesen Radar gibt es auch täglich in einem Satz. Newsletter unten abonnieren.