Ausschreibungen vorkalkulieren: hunderte LV-Positionen, in der eigenen Struktur, an einem Vormittag
Wie eine KI ein Leistungsverzeichnis liest, jede Position auf Ihre Kalkulationsbausteine abbildet und Unklares markiert, statt dass der Kalkulator zwei Tage liest. Für Planungsbüros, Bau und Sondermaschinenbau.

Eine öffentliche Ausschreibung hat 400 Positionen, ein Sondermaschinen-Lastenheft 60 Seiten. Wer mitbieten will, muss beides in die eigene Kalkulation übersetzen, und das macht in den meisten Betrieben genau eine Person, die deshalb Engpass ist.
Schritt 1: Die eigenen Bausteine als Karte
Jeder Betrieb kalkuliert in Bausteinen: Leistungspositionen mit Zeit, Material und Zuschlag, Baugruppen mit Stückliste, Standardleistungen mit Festpreis. Diese Bausteine sind die Karte, auf die das Leistungsverzeichnis abgebildet wird. Sie müssen als Liste mit Beschreibung vorliegen, nicht nur im Kopf des Kalkulators.
Schritt 2: Das Leistungsverzeichnis lesen
Die KI liest das LV oder Lastenheft als Dokument, nicht als Tabelle, denn oft ist es ein PDF mit Fließtext, Vorbemerkungen und Verweisen. Sie zerlegt es in Positionen und zieht je Position Menge, Einheit und die Anforderungen heraus, die für die Kalkulation zählen.
Schritt 3: Abbilden und markieren
Für jede Position sucht das Modell den passenden Baustein und liefert drei Ergebnisse: sicher zugeordnet, unsicher (gelb), kein Baustein vorhanden (rot). Die gelben und roten Zeilen sind die Arbeit des Kalkulators. Alles Grüne ist vorkalkuliert und wird stichprobenartig geprüft.
Schritt 4: Altkalkulationen als Referenz
Wer ähnliche Projekte schon kalkuliert hat, gibt dem Modell die Altkalkulationen mit. Dann zeigt es zur Position auch, wie sie zuletzt bepreist wurde und ob der Auftrag gewonnen wurde. Das ist die Erfahrung des Seniors als Tabelle, nachvollziehbar und übertragbar.
Schritt 5: Das Angebot bleibt Handarbeit an den richtigen Stellen
Der Kalkulator entscheidet Zuschläge, Risiken, Nachlässe. Das Modell bereitet vor, es bietet nicht.
Wo die Grenze liegt
Ausschreibungsunterlagen enthalten selten personenbezogene Daten, aber häufig vertrauliche: Kundenpreise, Altkalkulationen, Margen. Wer die in ein Modell gibt, sollte wissen, wo es läuft. Für Betriebe mit Automotive- oder Behördenkunden ist das ein Fall für ein Modell im Haus, siehe Eigene KI oder fremdes Tool?.
Was das für Ihren Betrieb heißt
Zwei Szenarien: das Brandschutz-Planungsbüro mit GAEB und Auflagen und der Fördertechniker, der Kunden-Stücklisten auf eigene Module abbildet. Was wir daraus bauen: Angebote automatisieren, bei vertraulichen Daten als individuelle KI-Lösung.
Weitere Einsatzszenarien: Referenzen. Erstgespräch: Beratung.